An der Grenze des uns bekannten Universums drehte ein unbedeutender Planet namens Quete seine einsamen Runden um eine kleine, gelbe Sonne. Unbedeutend war er, weil er niemals bisher eine Rolle im Spiel der großen kosmischen Ereignisse gespielt hatte. Doch wer den Planeten damals bereist hätte, der wäre vor Erstaunen erblaßt, denn auf ihm entwickelte sich eine Spezies, für welche die Bewahrung des Friedens das höchste Ziel bedeutete. Gesegnet durch diese Ansicht, mußte diese aus vielen Völkern bestehende Planeten-Rasse niemals durch die dunklen Täler der Kriege und der sonstigen leidvollen Erfahrungen gehen, welche vielen anderen Planeten des Kosmos nicht erspart blieben, sondern sie konnte all ihre Energie dazu verwenden, die Fühler ihres Denkens zum Wohlergehen ihres Planeten und dessen Bewohner auszustrecken. Und sie hatte im Laufe der Jahrtausende manches tiefe Geheimnis gelüftet, an dessen Lösung andere Rassen schier verzweifelten.
Ein Rätsel hatte sich den Quetanern bisher jedoch noch nicht eröffnet: Die Frage nach dem Sinn und Zweck des Universums. Doch es bestand die Chance, daß sich dieses große Mysterium in nächster Zeit dem Volke von Quete offenbaren würde. Und diese Möglichkeit hatte unmittelbar mit dem sich abzeichnenden Interesse einer gewaltigen kosmischen Macht an ihrem Heimatplaneten zu tun.
Man wußte aus uralten Prophezeiungen, daß einst eine kosmische Großmacht versuchen würde, den Planeten Quete ihrem Imperium einzugliedern. Wenn das Volk der Quetaner dann die Suche nach dem eigentlichen Ursprung dieser Macht aufnehmen würde, dann läge auf dem Weg dieser Suche die Lösung zu der großen Frage nach dem letzten Sinn und Zweck der Existenz.
Man war sich daher sicher, so genau wie möglich die ursprüngliche Herkunft und Entstehung jener Großmacht, des Sternenreiches Cor, erforschen zu müssen. So wurde Margor, der erste Cronator des Spirituellen Rates, damit beauftragt, sich mit einem der neuen Tangential-Raumschiffe, kurz TRs genannt, welche auch riesige Entfernungen in geringster Zeit zu überwinden vermochten, auf die große Suche zu begeben.
Diese Erzählung enthält den ausführlichen Bericht Margors, dem nahezu Unfaßbares auf seiner Reise begegnete. Ein Bericht, der gleichermaßen Entsetzen verbreiten kann wie lichtvollen Trost, denn die Antwort auf die große Frage nach dem Sinn und dem Ziel fiel völlig anders aus, als die kühnsten Theoretiker Quetes es sich jemals hätten träumen lassen.
Man mag diesen Zeilen Glauben schenken oder sie anzweifeln. Das sei jedem selbst überlassen. Denn nur Margor weiß jetzt, wie die absolute Wahrheit in ihrer ureigenen Wesensart aussieht. Doch er konnte es nicht mehr persönlich berichten. Wahrscheinlich wollte er es auch gar nicht berichten, um keinem die Chance zu rauben, es selbst mit der vollen Konsequenz dieser Erkenntnis zu erfahren.
Invasion
Völlig außer Atem erreiche ich endlich die Tore der riesigen Halle, in der unser Spiritueller Rat heute seine Dringlichkeits-Sitzung abhält.
Die Energie-Gleitbahn wurde von den Invasionstruppen gestern abgestellt, wohl eine Demonstration ihrer Macht, so daß ich den langen Weg zum historischen Ratsgebäude zu Fuß zurückzulegen habe. Ich lege meine Handfläche auf den Schwingungsregistrator und erhalte alsbald das bestätigende violette Licht in der Anzeige: Bitte treten Sie ein, Margor!
Während ich mit sorgenvoller Miene und wehenden Haaren die langen Gänge und Treppenhäuser bis zum Sitzungssaal entlanglaufe, drängen sich mir all die schrecklichen Geschehnisse der letzten Zeit noch einmal in die Erinnerung:
Quete ist ein friedvoller Planet, dessen Wissenschaft sich in jahrtausendelanger harmonischer Entwicklung vom Beginn der Zeitrechnung bis zur interstellaren Raumfahrt entwickelt hat. Die Entwicklung des Geistes ist uns stets wichtiger gewesen, als die Entwicklung von Waffen und sonstigen Instrumenten der Machterhaltung. Somit waren wir bisher in der glücklichen Lage, all unsere wirtschaftlichen und geistigen Kapazitäten voll in den Dienst des gemeinsamen Fortschritts zu stellen, was wohl eine fast einmalige Erscheinung in diesem Kosmos darstellt, zumindest in dieser Galaxis, wie uns unsere bisherigen Besuche auf anderen Planeten gezeigt haben.
Begonnen hat all das momentane Chaos mit einer globalen Störung der Multimedia-Projektoren. Mitten in der allabendlich als Holographie in die Wohnungen projizierten meditativen Betrachtung fremder Planeten und Völker war plötzlich das Abbild eines unsäglich fremden Wesens als Holographie erschienen. Mit raubtierähnlicher Mimik und rot glühenden Augen hatte sich das Wesen als General Cor 2 vorgestellt und gefordert, daß ihm und seinen im Moment auf Quete zusteuernden Raumtruppen morgen die Regierungsgewalt über den gesamten Planeten übergeben werden solle. Anderenfalls müßten sie Gewalt anwenden.
Tatsächlich hat unser Observatorium daraufhin bestätigt, daß sich eine gewaltige Raumflotte unserer Heimat nähere.
Tags darauf landeten die ersten Raumschiffe, was unter der Bevölkerung zunächst relativ wenig Besorgnis hervorrief. Man hat sich bei uns einfach nicht vorstellen können, daß uns einmal das kriegerische Schicksal anderer Völker ereilen könnte. Auch war man die Landung von fremden Raum-schiffen durchaus gewöhnt. Die meisten Besucher kamen aus touristischen Gründen, weil sie einfach einmal den Frieden einer nicht kriegerischen Welt erspüren wollten. Andere kamen aus ganz und gar unfriedlichen Absichten zu uns, wurden jedoch stets durch die immense kollektive Gewaltlosigkeits-Aura, die unseren ganzen Planeten umgab, eines besseren belehrt.
Die Truppen des Sternenreiches Cor unter General Cor 2 hatten sich jedoch als völlig immun gegen unsere Aura erwiesen. Innerhalb kürzester Zeit war es ihnen gelungen, die Schlüsselpositionen in Quete mit ihren Leuten zu besetzen und die Kontrolle über praktisch alle wichtigen Ämter und Wirtschaftszweige zu übernehmen.
Und ich muß nun zugeben, daß wir Quetaner dieser Invasion völlig hilflos gegenüberstehen. Jeder Bewohner Quetes lehnt die Eindringlinge innerlich ab, da sie sichtlich Macht ausüben möchten und nur Unruhe in all unsere friedlichen Strukturen bringen, doch zu wehren vermag sich keiner. Wie auch, wo wir doch nie zu kämpfen gelernt haben! So beginnt nun unsere Lebensweise, seit Beginn der Invasion recht unsanft zusammenzubrechen.
All diese Gedanken jagen mir durch den Kopf, während ich mich dem Ratssaal nähere. Der Spirituelle Rat ist eine der wenigen Institutionen, die noch nicht von den Truppen Cors besetzt wurde. Anscheinend haben ihm die Invasoren wenig Beachtung geschenkt, weil er augenscheinlich nur geistigen Zwecken diente. Keiner der Eindringlinge hat bisher festgestellt, daß hier die eigentlichen Entscheidungen zum Wohle Quetes gefällt werden - falls überhaupt Entscheidungen im üblichen Sinne nötig sind, denn meist handeln die Exekutiv-Organe unserer Verwaltung im Sinne aller Bewohner. Es war auf Quete im Lauf der Jahrtausende eine Art kollektives Regierungs-Bewußtsein entstanden, eine Edeldemokratie, die ohne jede Zwänge und Manipulationsversuche von Seiten der Herrschenden bisher perfekt funktioniert hat.
Zwei Bedienstete öffnen die großen, schweren Flügeltüren aus Jambaholz. Dann trete ich ein.
Der Rat hat sichtlich auf mein Erscheinen gewartet, denn alle vom silbernen Oval der Erhabenheit umkränzten Gesichter der Alt-Ehrwürdigen richten sich grüßend auf mich. Der Vorsitzende bietet mir mit seinem Gestik-Tentakel einen Platz an der Krümmung des antiken Rondells an.
Dann senkt sich für einige Minuten ein meditatives Schweigen über die Runde, wie zu Beginn jeder Sitzung allgemein üblich.
Heute ist mir nicht nach innerer Stille zumute, zu aufgewühlt arbeitet mein Verstand an den Möglichkeiten einer Vertreibung der Invasoren. Ich lasse daher während der Schweigephase meinen Blick über die Ratsmitglieder streifen und mache mir ein Bild ihres geistigen Zustandes.
Mir gegenüber sitzt Hagorn, der einst den Beinamen "Der Kraftvolle" erhalten hat, weil er vor einiger Zeit in einer einmalig fundierten Rede den gesamten Rat von der Notwendigkeit weiterer Forschungsexpeditionen in die Galaxis überzeugte, nachdem einige Tangential-Raumschiffe unter recht seltsamen Umständen verschollen waren. Hagorns rötliche Stirnrunzeln, die Zeichen seiner großen Redekunst, zeigen heute grüne Farbtöne, was auf Niedergeschlagenheit deutet. Auch Trevar, der große Mikrokosmologe, wie immer gänzlich umhüllt von seinem gelblichen Symbionten-Gespinst, welches seine sowieso schon einzigartige Intelligenz noch immens potenziert, strahlt Anzeichen von Resignation aus. Bei ihm äußert sie sich durch den grünlichen Schimmer auf dem ansonsten nachthimmel-violetten Haarwuchs auf seinen vier feingliedrigen Händen.
Auch die anderen Mitglieder des Spirituellen Rates zeigen heute eine sorgenvolle Mimik, was sich bei jedem der Anwesenden natürlich ganz anders äußert. Schließlich existiert auf unserem Planeten keine einheitliche Führungsrasse, wie dies meist bei anderen planetaren Kulturen der Fall ist, sondern wir Quetaner bestehen aus einem Konglomerat von verschiedenen Rassen unseres Planeten, die sich alle parallel zueinander in echter Harmonie vorwärts entwickelt haben. Ich beispielsweise gehöre einer Rasse an, für die in der Galaxis der Begriff 'humanoid' geprägt wurde, besitze zwei Arme und Beine und praktisch keine Behaarung, außer auf dem Kopf. Trevor andererseits gehört zu den Symbophilen. Er sieht aus wie ein riesiger Tausendfüßler, der jedoch aufrecht geht (wenn er nicht auf seinem körpereigenen Antigravitationsfeld schwebt) und stets von seinem Symbiosepartner umhüllt wird. Der Vorsitzende hingegen, nun zu meiner rechten sitzend, zeigt heute das Aussehen eines Tintenfisches mit einem ausgesprochen vergrößerten Mentalbereich im Körperzentrum. Doch er ist ein Variabler. Morgen könnte er die Gestalt eines flugfähigen Arsepus annehmen, übermorgen könnte er sich humanoid geben oder sich auch wie ein Wasserbewohner zeigen.
Er paßt seine äußere Gestalt jeweils dem Bedarf an, was auf eine außer-ordentliche Reife und Geistesmacht über die Materie schließen läßt.
Die Zeit der Stille ist vorbei.
Bedachtsam hebt der Vorsitzende seinen Gestik-Tentakel und beginnt zu sprechen: "Der Spirituelle Rat in seiner Dringlichkeitssitzung ist eröffnet. Freunde, lassen Sie uns umgehend zur Sache kommen. Uns allen ist wohl bewußt, daß mit dem Erscheinen der Invasionstruppen unter Raumgeneral Cor 2 eine neue Epoche auf Quete angebrochen ist. Das nach umfassender galaktischer Macht strebende Sternenreich Cor will unseren Planeten in seinen Herrschaftsbereich integrieren, und wir müssen erkennen, daß wir die meisten Schlüsselpositionen auf unserem Planeten bereits an die Invasoren abtreten mußten. In manch einem Quetaner mag sich nun die Frage regen, ob unsere Position der absoluten Gewaltlosigkeit in Anbetracht der Dinge immer noch vertretbar ist. Doch vermute ich, daß wir nicht auf das primitive Gewaltniveau manch anderer Sternenvölker sinken müssen, um die Eindringlinge zu vertreiben, denn es mag sein, daß sich nun die Gangla-Prophezeiung unserer Urahnen zu erfüllen beginnt. Ich möchte nun unseren ehrwürdigen Althistoriker und Kosmologen für andere Sternenvölker, Margor, aus den Bergen von Tar, bitten, uns allen diese Prophezeiung nochmals ins Gedächtnis zu rufen. Erster Cronator des Rates, bitte berichten Sie."
Langsam stehe ich auf, blicke grüßend in die Runde. Mein violett schimmernder Overall aus Lamonia-Stoff mit dem ehrwürdigen Zeichen des ersten Cronators auf der Brust verleiht wie immer meinen sprühenden Blicken, für die ich im Rat bekannt bin, eine intensive Unterstreichung.
Nach der formellen Ehrenbezeichnung beginne ich meine Erklärung: "Ehrwürdiger Vorsitzender, liebe Freunde, ich habe mich jahrzehntelang mit der vollständigen Entschlüsselung der seltsamen Symbolschrift befaßt, die vor drei Jahrhunderten in jener hermetisch versiegelten Höhle auf dem Grunde des Rowi-Ozeans gefunden wurde. Ich rezitiere nun den wahrscheinlich vollständigen Wortlauf der Symboltafeln:
Völker des Planeten, die ihr einst eins sein werdet, erstarret nicht im trugvollen Frieden eurer Zivilisation, der diesem kosmischen Orte in die Wiege gelegt ward. Einst, wenn ihr euch am Gipfel der Erkenntnisse wähnt, wird euer Schlaf unsanft geweckt werden. Gar fremde Wesen werden nehmen, was ihr als eigen empfindet und werden zerstören, was ihr erbaut habt.
Völker des Planeten, die ihr stets auf der Suche nach Wissen wart, begebt euch nun auf die Suche nach dem Nichtwissen. Sucht den Ursprung der Fremden, sucht die Quelle der Sternenmacht - und ihr werdet frei werden, endlich frei von eurer selbstauferlegten Wissens-Fessel. Denn wisset: Auf der Suche nach dem Ursprung der Fremden werdet ihr das höchste Rätsel des Kosmos lösen: Die Frage nach dem Sinn, nach Woher und Wohin.
Ja, ehrwürdiger Rat, so lautet die korrekte Übertragung der uralten Prophezeiung. Und ich muß gestehen, daß wir Historiker weder einen Hinweis darauf haben, wer die Steintafeln beschrieben haben könnte, noch den ganzen Sinn der Prophezeiung verstehen."
"Woher weiß man überhaupt, daß es eine Prophezeiung sein soll?" fragt S'dhor von Treben, der Weise aus den Nordländern, "die Tafeln könnten auch aus dem Kosmos zu uns gekommen sein. Vielleicht als Relikt einer Raumfahrerzivilisation, die diesen Planeten vor Urzeiten einmal besucht hat. Kein Quetaner kann mit Sicherheit sagen, daß unsere Zivilisation in der Aussage auf den Tafeln gemeint ist. Woher hätte auch irgend jemand in grauer Vergangenheit ahnen können, daß unser Planet sich friedlich entwickelt und daß wir auf dem Höhepunkt unseres Wissensstandes von einer gewaltigen Sternenmacht bedroht werden würden? Ich halte die Tafeln für außerquetanische Relikte oder Überbleibsel aus mystischer Zeit. Lassen Sie uns die sogenannte Prophezeiung lieber als 'Sage' bezeichnen. Darüber hinaus gibt es nicht viel Sinn, wenn wir nun aufgefordert werden, nach Nichtwissen statt nach Wissen zu suchen. Ja, das Wissen wird hier sogar als Fessel bezeichnet. Welch ein Unsinn!"
Vloth, der berühmte Philosoph, bemerkt nun mit einem Unterton von Stolz in seiner Stimme:
"Ich halte uns nicht gerade für Schläfer nach alldem, was wir bisher erreicht haben. Unsere Zivilisation steht auf einer ausgesprochen soliden Basis, ja, sie blüht. Es gibt kein vergleichbares Volk im uns bekannten Universum. Das muß mit aller Deutlichkeit betont werden. Also können wir nicht mit den Sätzen der Prophezeiung gemeint sein, wenn es sich überhaupt um eine handelt. Ich pflichte Ihnen völlig bei, Freund S'dhor."
Hritat aus dem Stamme der Luftsegler bläht seinen Kehlkopf nun gewaltig auf, ein Zeichen seiner Erregung, und ruft in die Runde:
"Was soll auch die Äußerung über Freiheit? Wir waren frei, bevor die Invasionstruppen eintrafen. Ich kann mir kaum vorstellen, daß uns die Suche nach dem Machthaber des Sternenreichs Cor nun freier machen soll, als wir waren."
"Nicht nach dem Machthaber sollen wir suchen, sondern nach dem Ursprung dieses Reiches der Invasoren!" werfe ich ein, und meine langen, weißen Haare wehen um mein kantiges Gesicht.
"Das ist doch völlig egal, Freund Margor," antwortet Hritat, "ob wir nun den Ursprung oder den Herrscher finden, wie sollen wir dadurch die Fremden vertreiben? Ich glaube kaum, daß sie freiwillig abziehen werden, nur weil wir verlauten lassen können, 'Euer König heißt xy'. Das wäre wohl zu einfach. Sind Sie sich sicher, daß die Übersetzung richtig ist, Margor?"
"Ja," antworte ich bestimmt, "ich habe viele Jahrzehnte an Forschungen damit verbracht, den genauen Sinn zu entschlüsseln. Immerhin ahnten bereits unsere Vorväter vor 300 Jahren, daß es sich um eine für den Planeten Quete bestimmte Prophezeiung handelt. Was das sogenannte Nichtwissen angeht, Freund S'dhor, glaube ich, daß es sich um die Aufforderung handelt, ein Wissen jenseits des momentan verfügbaren Wissens aufzuspüren. Etwas wirklich Neues; Erkenntnisse von so unglaublicher Tiefe, daß wir die Existenz dieses Wissen heute einfach noch nicht erahnen; somit stellt es ein Nichtwissen dar. Vielleicht befindet sich am Ursprung des Sternenreiches Cor ein Schatz unfaßbaren Wissens, welcher die Wurzel all ihrer Macht bildet. Wenn wir diesen Schatz finden, werden wir uns eventuell von ihrem Joch befreien können. So könnte man die uralte Botschaft deuten."
Hagrons Stirnrunzeln färben sich gelb vor Unglauben, als er mich direkt fragt: "Niemand von uns zweifelt an Ihrer Kompetenz, Margor, doch frage ich mich wirklich, woher der Verfasser dieser Steintafeln in Urzeiten gewußt haben sollte, daß wir einst eine Invasion erleben müssen und wie wir uns von den Eindringlingen befreien können. Gemäß unserem Verständnis der Realität ist die Zeit eine logische Folge, eine berechenbare Kette von Ursache und Wirkung. Zweifellos gibt es Völker, die im geistigen Bereich große Fähigkeiten an treffenden Vorhersagen erreicht haben, doch stets nur auf eine momentane Lage bezogen. Nie und nimmer hätte irgend jemand oder irgend etwas vor unzähligen Zeitaltern unsere jetzige Situation in dieser Weise erahnen können. Ich gebe also zu, daß ich zweifle. Doch im Zweifel liegt Schwäche. Wenn ich also meinen Beinamen 'Der Kraftvolle' zu Recht trage, dann sollte ich nicht zweifeln. Freunde, ich bin der Meinung, daß sich Margor auf eine kosmische Suche begeben soll. Soll er nach dem Ursprung der Invasoren suchen, soll er ein Wissen finden, das heute noch Nichtwissen für uns ist. Soll er dadurch vielleicht auch die letzten Fragen des Seins lösen, wie die Botschaft noch andeutet. Wir haben nicht viel Chancen, etwas anderes zu unternehmen. Noch läßt Cor 2 unsere Raumschiffe starten, ohne jedesmal eine Begründung für den Start zu verlangen. Wer weiß, wie lange noch! Auch wissen wir nicht, wie lange die Besetzung Quetes so friedlich verläuft wie bisher. Ich sage: Wir müssen Margor die Chance geben zu forschen. Es ist unser aller Chance, denn ich weiß keine bessere Lösung für die momentanen Schwierigkeiten. Und keiner ist geeigneter als Margor für solch eine große Aufgabe, denn er ist nicht nur ein guter Historiker, sondern auch ein ausgezeichneter Raumpilot."
"Ja, keiner ist geeigneter als Margor!" bestätigt auch Flig-hin, der Grüne, wobei seine langen Fühler beängstigend laut durch die Luft schwirren.
"So wollen wir denn in der Stille abstimmen," läßt der Vorsitzende vernehmen, wonach sich wieder meditatives Schweigen im Saal ausbreitet.
Ich zweifle nicht daran, daß mir der Forschungsauftrag erteilt wird, zu geneigt ist die Ausstrahlung der Ratsmitglieder. Lautlos gibt jeder seine Stimme ab.
Dann verkündet der Vorsitzende: "Das Ergebnis ist klar. 80% der Stimmen akzeptieren, daß Ihnen der genannte Forschungsauftrag erteilt wird. Margor, fliegen Sie noch heute los. Wir stellen Ihnen den Prototyp des neuen TR zur Verfügung, mit dem Sie sogar andere Galaxien anfliegen können, wenn dies nötig sein sollte. Dieser überlichtschnelle Raumflug in höchsten Geschwindigkeiten wird durch das völlig neuartige Leptonen-Triebwerk ermöglicht, das die Raumkrümmung nur noch als Sprungbrett zu einem äußerst effektiven Tangential-Gleiten verwendet, wobei das Problem der unerwünschten Zeitverschiebung völlig gelöst wurde. Suchen Sie nach den Ursprüngen der Invasoren, suchen Sie nach dem Nichtwissen und dem höchsten Rätsel des Kosmos, der Frage nach dem Woher und dem Wohin, nach dem Sinn allen Seins, Margor, und kehren Sie als wissender Retter zu ihrem Volk zurück, das Sie dann sehnlichst erwarten wird. Leider werden Sie ganz alleine aufbrechen müssen, da die Transport- und Versorgungskapazität dieses Prototyps für nur eine Person berechnet wurde, und weitere Personen daher höchstens als zeitweilige Gäste mitfliegen können.
Wir legen die Hoffnung auf Befreiung unseres Planeten vom Joch des Reiches Cor in Sie, Freund. Noch ist die Besetzung kein wirkliches Joch - in der versklavenden Bedeutung des Wortes - doch sie wird sich sicherlich zu einem Joch entwickeln, wie die Erfahrungen anderer Sternenvölker zeigen. Genug aller Worte. Mögen die Taten folgen, Ihre Taten, Margor.
Leben Sie wohl, nein, auf Wiedersehen!"
Zustimmender Applaus des Rates begleitet die Worte des Vorsitzenden.
Ich verlasse als erster den Saal, keine Sekunde zu früh, denn kaum gehe ich die langen Gänge durch das alte Gebäude zurück, rennt ein Trupp der Invasoren an mir vorbei. Ohne mich zu beachten, riegelt er den Saal ab. Gerade am Ausgang angelangt, höre ich noch die befehlenden Sätze des Anführers der Soldaten: "Stehenbleiben! Personenkontrolle! Sie sind alle festgenommen. Hier wurde gerade eine fortschrittsfeindliche Versammlung abgehalten."
Nun ist wirklich Eile geboten.
Ohne Umwege begebe ich mich mit einem Hilfsgefährt zum zentralen Raumhafen der Hauptstadt, wo in einem Nebenhangar der neue Prototyp der Tangential-Raumschiffe, kurz TRs genannt, auf mich wartet.
Eine etwa 30 Einheiten durchmessende, blau schillernde Energiekugel, die nun für die nächste Zeit meine Wohnstätte sein soll. Ein Riese, im Vergleich mit den antiken Raumschiffen aus der Zeit der ersten Weltraumflüge, doch ein Zwerg im Vergleich zu den waffenstarrenden Ungeheuern der Invasionstruppen.
Dieses Raumschiff fliegt absolut vollautomatisch und ist mühelos von einer einzigen Person steuerbar. Es hat Frischnahrungsreserven für etwa vier Jahre an Bord, darüber hinaus Geräte zur synthetischen Lebensmittelerzeugung für Notfälle, Ausrüstung für alle nur denkbaren Zwischenfälle und Verteidigungsanlagen für jedmöglichen Angriff. Offensivwaffen führten unsere Schiffe grundsätzlich nicht mit sich, denn wir hatten niemals derartiges konstruiert. Um persönliches Reisegepäck kann ich mich wegen meines überstürzten Aufbruchs leider nicht mehr kümmern, doch alle unsere Raumschiffe führen Gegenstände der persönlichen Grundbedürfnisse mit sich, sodaß ich sicherlich nichts vermissen werde. Trotzdem komme ich mir in diesem Moment in irgendeiner Weise schrecklich verlassen vor, fühle mich wie ein Fliehender, was ich im Grunde genommen schließlich auch bin.
Der Wartungstechniker weiß bereits Bescheid und hilft mir beim Einsteigen. Anscheinend konnte der Rat vor dem Eintreffen der Soldaten gerade noch eine Order übermitteln. Ich eile sofort in die Zentrale und melde den Start ordnungsgemäß an. Nach kurzer Überprüfung meiner Berechtigung erhalte ich die Erlaubnis. Ohne Probleme erhebt sich meine Kugel vom Raumhafen, gleitet in die Atmosphäre und entschwebt alsbald ins schwarze All.
Zum Glück weiß ich zu diesem Zeitpunkt nichts davon, daß unmittelbar nach meinem Abheben auch die Starterlaubnis-Erteilung von den Invasoren übernommen wurde, sonst wäre ich sicher nicht so zufrieden und frohen Mutes abgeflogen. Und trotzdem ahne ich, daß mein Start einer der letzten nicht kontrollierten Flüge unseres Volkes war. Cors Soldaten mischen sich jetzt überall in unsere Belange ein.
Ich lasse die Sorgen und Ängste, daß mich die Invasoren verfolgen und vielleicht sogar abschießen könnten, hinter mir. Die Kontrollinstrumente bestätigen, daß mir tatsächlich kein fremdes Schiff folgt.
Erleichterung breitet sich aus.
Das große Abenteuer hat begonnen: Die Suche nach dem 'Ursprung' des Sternenreichs Cor, welche gleichzeitig eine Suche nach den letzten Rätseln des Kosmos werden sollte ...
Vorstoß nach Cor
Ein Tangential-Raumschiff ist eine feine Erfindung unserer Wissenschaft. Geschickt nutzt es eine ganz bestimmte Eigenschaft der Raumkrümmung aus, welche darin besteht, daß Materie, die mit einem gewissen Quantum an mentaler Energie aufgeladen worden ist, an den energetischen Strukturen des Raumes sozusagen entlanggleitet, um in nicht mehr meßbarer Mikrozeit am Zielort anzukommen.
Die Materie des Raumschiffes (welches selbst zu 50% aus reiner Formenergie besteht), tangiert somit den Raum lediglich, sie kommt nicht mit dessen Materie in Berührung, ein Umstand, der die Lichtgeschwindigkeit als Grenze aufhebt.
In der Praxis bedeutet diese Entdeckung, daß ein besonders willensstarker Raumpilot lediglich die Koordinaten des Zieles, verbunden mit der genauen optischen Vorstellung, per Gedankenbefehl in den Steuercomputer eines TR eingeben mußte, um - bei Bedarf - praktisch in Nullzeit zum Ziel gelangen zu können.
Es versteht sich von selbst, daß nur erfahrenen Raumfahrern ein TR anver-traut wird, denn eine gründliche Kenntnis des zu befliegenden Teils des Universums ist zu dessen Führung einfach unerläßlich.
Forschungsreisen mit Tangential-Raumschiffen bergen somit stets ein ge-wisses Risiko, da diese Flüge oft in völlig unbekannte Raumsektoren führen, deren Koordinaten geschätzt oder gar erahnt werden mußten. Schon manch ein Schiff war auf derartigen, ungewissen Flügen verschollen, und wer mag sagen, ob es nun im Kern einer Sonne oder in den Tiefen einer Dunkelwolke seine Tangentialbahn verlassen hatte oder sich einfach hoffnungslos in der Unendlichkeit verirrt hatte, ohne Aussicht darauf, den Heimatplaneten jemals wiederzufinden.
Auch mein Flug birgt natürlich große Risiken, wo doch bisher niemand den zentralen Planeten des Reiches Cor kennt. Wir wissen zwar, daß das ganze Reich etwa ein Zehntel unserer Galaxis umfaßt, wie wir auf früheren Expeditionen längst festgestellt haben und auch von General Cor 2 bestätigt bekamen. Wir wissen auch, wie umfassend die einmal besetzten und unterjochten Planeten von den Eroberern regiert werden, zwar ohne daß den Bewohnern großes Leid geschah, doch stets unter dem sichtbaren Druck von waffenstarrenden Raumschiffen. Und es traf bisher auch nur Planeten, die bereits einen hohen zivilisatorischen Stand erreicht hatten, bei denen alles gut geregelt funktionierte. Dies trifft ja auch für uns zu. Die Invasion hat uns an einem Punkt unserer Entwicklung ereilt, den wir selbst oft als Blüte der Zivilisation bezeichnet haben. Alles Leben auf unserem Planeten bewegt sich auf gut eingefahrenen Gleisen, es gibt keine Unsicherheiten mehr, materieller Wohlstand und geistige Ausbildung sind Selbstverständlichkeiten, überall auf Quete. Vielleicht mag der Herrscher von Cor es nicht, wenn es anderen Völkern gut geht ...
So bleibt das große Rätsel um Cor. Niemand weiß, ob dieses Reich von einem Alleinherrscher, von einer Gruppe Mächtiger oder gar von einem Supercomputer oder ähnlichem regiert wird. Ebenso unbekannt ist bisher eine eventuelle 'Philosophie', die hinter dem Sternenreich steht, wie dies bei vielen kosmischen Zivilisationen der Fall ist. Und am seltsamsten mutet die Tatsache an, daß keiner der von Cor unterworfenen Planeten jemals einen Aufstand gegen die Fremdherrschaft unternommen hat, soweit uns jedenfalls bekannt ist. Ein wahrlich unerklärliches Phänomen in einem Kosmos, in dem jedes Individuum und jedes Volk nach möglichst viel Eigenständigkeit strebt. Doch wissen wir auch in dieser Richtung nichts genaueres. Vielleicht wurde die Fremdherrschaft im Laufe der Zeit stets abgebaut, wenn die Planetenbewohner genügend natürliche Verbundenheit zu Cor entwickelt hatten? Nun, ich werde ja sehen. Dieses Rätsel wird mir sicher nicht unbeantwortet bleiben, wenn ich ins Herz des Reiches vorgedrungen bin.
Ich habe persönlich drei Soldaten der Invasionstruppen nach ihrem Herrscher gefragt, nach der Bedeutung des Begriffs 'Cor' und nach vielem mehr, wobei die Soldaten jedesmal völlig überrascht waren, daß irgend jemand an diesen Dingen interessiert sein könnte. Ich vermute sogar, daß es sich um echte Tabu-Themen bei den Invasoren handelt, über welche innerhalb der Truppen nicht geredet wurde und wahrscheinlich auch nichts bekannt war.
Mein Flug führt mich zunächst aus unserem Sonnensystem hinaus geradewegs in eine nahegelegene sternenlose Zone, wo ich den Antrieb vorübergehend abstelle, um zunächst einmal in Ruhe meine Vorgehensweise abzustecken. Durch meinen überstürzten Aufbruch hatte ich keinerlei Möglichkeit mehr gehabt, das Unternehmen durchzuplanen, wie es sonst meiner Arbeitsweise entsprochen hätte. Und so war mir bisher nur eines klar: ich mußte in Richtung des Sternenreichs Cor fliegen, dort friedlichen Kontakt zu den Völkern aufnehmen und dann schrittweise nach dem zentralen Sitz Cors forschen. Dort würde es sicherlich Archive geben, worin die Antwort auf die Frage nach dem 'Ursprung' verborgen lag.
Diese Vorgehensweise erscheint mir zunächst logisch und erfolgversprechend, auch wenn ich kaum vermute, daß mir im zentralen Sitz der wahrscheinlich größten galaktischen Macht ohne Probleme Zugang zu einem Archiv gewährt wird.
Während ich mich gelassen im Pilotensitz zurücklehne und die wunderbaren Sternkulissen unserer Galaxis betrachte, fällt mir bei all diesen Gedankengängen auf, daß keines unserer Forschungs-Raumschiffe bisher in den zentralen Bereich des Sternenreichs eingedrungen war, welcher sich (aus galaktischer Sichtweise) fast gegenüber der Position meines Heimatplaneten befand. Sicher, wir konnten auf Begegnungen mit Völkern am Rande der Machtballung zurückblicken, welche uns von der Größe und Macht des Reiches Cor schon lange vor der erfolgten Invasion einen Eindruck verschafft haben, doch keine Expedition war je weiter vorgedrungen.
Und ich frage mich in diesem Moment zum ersten Mal nach dem Grund dafür. Bisher war eigentlich alles Unbekannte von unseren Raumschiffen erforscht worden. Nur in den zentralen Bereich von Cor ist niemals ein Raumschiff gelangt, und es hat meines Wissens auch keine feindlichen Berührungen mit Cor-Schiffen gegeben, welche ein Eindringen in ihren Machtbereich eventuell verhindert haben könnten.
Ich nehme mir vor, dieses Rätsel sofort nach meiner Rückkehr nach Quete anhand früherer Expeditionsberichte zu lösen, denn auch mein Bordcomputer verfügt über keinerlei diesbezügliche Informationen. Vielleicht mag sich dieses Rätsel aber auch während meiner kommenden Forschungen klären.
Der unermeßliche Weltraum liegt vor mir auf dem Hauptbildschirm, und ich frage mich zum wiederholten Male seit Beginn der Invasion, wieso ein derartig weit von uns entferntes Sternenreich es überhaupt nötig hat, seine Fühler nach unserem Planeten, also an das andere Ende der Galaxis, auszustrecken. Was steckt dahinter? Machtgelüste und Expansionsdrang? Oder schlichtweg der Neid auf unsere friedliche planetare Entwicklung? Was wollten die Eindringlinge bei uns? Nur herrschen, zerstören und unterdrücken? Oder wollten sie unsere technischen Errungenschaften rauben? Doch dies erscheint mir sinnlos, denn gemäß unseren bisherigen Kenntnissen über Cor war uns das Reich in technischer Hinsicht ebenbürtig. In der Entwicklung von Waffen natürlich haushoch überlegen.
Daß sie es auf unsere geistigen Errungenschaften und Philosophien abgesehen haben, erscheint mir aber auch zweifelhaft. Was also wollen sie, die raubtierähnlich aussehenden Besatzer? General Cor 2 hatte bisher kein einziges Wort über den Sinn seines Überfalls verlauten lassen.
'Nun, ich werde es herausfinden!' denke ich intensiv - wie zur Selbstbestätigung, richte mich ruckartig in meinem Kommandantensessel auf und gehe zur Einspeisung des Bordhirns hinüber, um einige Wahrscheinlichkeitsberechnungen darüber durchkalkulieren zu lassen, wo eine Berührung mit dem Machtbereich von Cor am sinnvollsten sei.
Bereits einige Zeiteinheiten später liegt die Analyse vor. Die beste Aussicht für einen erfolgversprechenden Erstkontakt bestünde in der Nähe eines klar definierten Doppelsternsystems am äußersten Rande Cors. Um dieses weit entfernte Sonnensystem optimal anpeilen zu können, sei es nach Auskunft des Zentralrechners vorteilhaft, zunächst einmal einige hundert Lichtjahre in Richtung des äußeren Halo unserer Galaxis zu reisen, von dort aus neue Messungen vorzunehmen und dann den eigentlichen Sprung zu wagen.
Ich konzentriere mich also auf den vorgeschlagenen kleineren Sprung, visualisiere in mir die Zielgegend mitten im Leerraum, einer größeren sternenfreien Zone, transferiere die Codierung mental direkt in den Steuer-Computer und gebe mechanisch die Beschleunigung frei.
Eine Tangentialreise ist jedesmal ein neues, faszinierendes Erlebnis, weil durch sie die physikalischen Gegebenheiten der planetengebundenen Wissenschaften fast auf den Kopf gestellt werden.
Auf dem Hauptbildschirm verblaßt langsam die gewohnte Sternenwelt und weicht einem diffus wirbelnden, rötlich-weißen Nebel, in dessen Mitte das Zielgebiet kreisförmig zu sehen ist. Das Phänomen wirkt wie das Auge eines Wirbelsturmes auf den Meeren von Quete.
Mit vielfacher Überlichtgeschwindigkeit gleitet mein energetisch-materielles TR an der Raumkrümmung entlang; eine simple Überlistung der sogenannten Grenzen und Beschränkungen der Materie.